Bauindustrie mit Nanotechnik auf dem Vormarsch
Innovative Materialien sind die Treiber moderner Technologien. Nicht nur in Hightech-Branchen ergeben sich so neue Potentiale, auch der eher konventionelle Bausektor wird von den Innovationen im Bereich der Nanotechnik profitieren.
Wir weisen Szenarien auf, wie die Nanotechnik dem Bausektor in vielen Bereichen neuen Schwung geben wird.
Mit rund 1 Mio. Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 230 Mrd. Euro, gehört die Baubranche zu einer der wichtigsten Branchen in Deutschland. Angesichts der sich stark wandelnden Wettbewerbsbedingungen und in einem gesellschaftlichen Umfeld, das durch den demografischen Wandel, wachsende Klimaschutzanforderungen und einen immer stärker werdenden internationalen Konkurrenzdruck geprägt ist, kann die Bauwirtschaft langfristig nur bestehen, wenn sie sich an die Kundenanforderungen ständig anpasst.
Die größte Herausforderung der Bauindustrie wird sein, die Sanierung von Bestandsgebäuden in Angriff zu nehmen. Rund 80 Prozent des Gebäudebestandes sind unzureichend gedämmt und somit Energieschleudern. Der Heizwärmebedarf ist hier doppelt so hoch als bei aktuellen Wärmeschutzverordnungen für Neubauten zulässig. Hier wird die Bauindustrie gefordert sein, Materialien zu entwickeln, die eine kostengünstige und nachhaltige Lösung versprechen.
Die Nanotechnologie hat auch in der Baubranche das Potential, notwendige Innovationen hervorzubringen. Nanotechnologien basieren – vereinfacht gesagt – auf einer gezielten technischen Nutzung winziger Objekte und Strukturen, die millionenfach kleiner sind als ein Stecknadelkopf. Dieses nanotechnologische Know-how ermöglicht außergewöhnliche Materialeigenschaften und Funktionalitäten. Für die Architektur und Bauindustrie sind zum Beispiel selbst reinigende Fassadenelemente, Schmutz abweisende, antibakterielle Wandfarben, korrosionsbeständiger Hochleistungsbeton, hocheffizienter Wärme- und Schallschutz und ultrastabile Leichtbau-Konstruktionsstoffe von Bedeutung.
Herausforderungen für die kommerzielle Nutzung
Trotz dieser erfreulichen Entwicklung ist die Umsetzung von Innovationen auch mit zahlreichen Hemmnissen verbunden. Hoher Kostendruck im Bauwesen, aufwändige Zulassungsbestimmungen und die vielfach zersplitterte „Wertschöpfungskette Bau“ bedeutet gleichzeitig, dass die Innovationshaltung auf Seiten der Hersteller in den letzten Jahren als Verhalten und Abwartend gilt.
Die frühzeitige Einbindung vieler Akteure der Wertschöpfungskette (Hersteller, Bauherren, Architekten/Planer, Verarbeiter) wäre deshalb wünschenswert. Wissenschaft und Unternehmen sind aufgefordert, sich gemeinsam in interdisziplinären Innovationsnetzwerken für eine erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung und Nutzung einzusetzen. Die hoch entwickelte Nanotechnik in Deutschland kann dazu genutzt werden, aussichtsreiche Marktpotentiale in der Baubranche zu erschließen. In diesem Zusammenhang bieten sich gerade auch für Sie als Handwerksbetrieb oder Planungsbüro große Potentiale: Mit neuen hochwertigen bautechnischen Erzeugnissen kann sich auch für Ihren Betrieb ein innovativer Vorsprung ergeben und somit können auch Sie neue Aufträge generieren.
Weitere Informationen über die Nanotechnologie erhalten Sie hier:
www.hessen-nanotech.de
www.ideen-zuenden.de
www.nanonet.de
www.nano-map.de
www.nanoforum.org
zurück zum Archiv



