Montage in einem Pumpenschacht
Seit Mitte der Siebziger Jahre beobachten Forscher für zahlreiche Flüsse in West- und Süddeutschland und angrenzenden Ländern „eine Zunahme von Hochwasserereignissen“. Als Grund werden die zunehmende Versiegelung von Flächen und mehr und mehr Flussbegradigungen und Eindeichungen genannt. Die Gefahr von Hochwasser nimmt zu, und deshalb muss die Technik geeignete Maßnahmen bereitstellen, sich diesen Gefahren zu stellen.
Rückstau von Abwasser in ein Gebäude entsteht, wenn das Abwasser nicht optimal in die Kanalisation abgeleitet werden kann. Heute werden Entwässerungsanlagen oft aus wirtschaftlichen Gründen und zur Sicherstellung der Selbstreinigungsfähigkeit für ein mittleres Regenereignis bemessen. Immer öfter regnet es aber zu stark für diese Lösungen. Außerdem führen auch Querschnittsveränderungen durch Ablagerungen oder Verstopfung im Kanalsystem zu Problemen. Rohrbrüche und Pumpenausfälle tragen ihr Übriges dazu bei, dass Abwässer nicht mehr so schnell abfließen.
Die Konsequenz ist klar: Wenn die Kanalschächte das Wasser nicht ableiten können, fließt es zurück ins Gebäude. Um das zu verhindern, müssen Räume unterhalb der Rückstauebene geschützt werden.
Fragen zur Wahl der richtigen Rückstausicherung:
1. Besteht ein Gefälle von der Kellerebene zum Kanal, oder liegt der Keller unterhalb der Kanalisation?
2. Fließt in dem zu sichernden Rohrbereich fäkalienfreies oder fäkalienhaltiges Wasser, d. h. befinden sich im Keller nur Waschmaschine und Waschbecken oder auch eine Toilette?
Wenn der Keller oberhalb der Kanalisation liegt, wird die Rückstausicherung mit einem Rückstauverschluss realisiert. ACO Haustechnik hat dafür drei Lösungen für unterschiedliche Anforderungen:
- Der Kellerablauf „ACO Junior“ mit Rückstauverschluss entspricht Typ 5 nach DIN EN 13564 (kompakte Abmessung, für die Sanierung von Kellerräumen geeignet, in denen nachträglich eine Ablaufstelle gegen Rückstau gesichert werden soll).
- Auch der Doppelrückstauverschluss „ACO Triplex-K-2 Typ 2“ entspricht der DIN EN 13564. Er ist für den Einbau in eine freiliegende, durchgehende Abwasserleitung konzipiert (geringe Ausmaße, eignet sich zum nachträglichen Einbau in vorhandene Schächte.
- Beide Modelle sind nur für fäkalienfreies Abwasser geeignet. Wenn unterhalb der Rückstauebene eine Toilette liegt, kommt der Rückstauautomat „ACO Quatrix-K Typ 3F“ zum Einsatz. Er ist speziell für den Einbau in die Bodenplatte geeignet und entspricht ebenfalls der DIN EN 13564.
Für den Schutz von Räumen unterhalb der Rückstauebene bzw. der Kanalisation dienen Abwasser-Hebeanlagen mit integriertem Rückfluss-Stop. Für fäkalienfreies Abwasser empfiehlt sich der „ACO Sinkamat-K“. Ihn gibt es als Unterflur- und Überflur-Variante. Seine kraftvolle Pumpe lässt sich mittels einer Schnellkupplung ohne Werkzeug installieren und demontieren. Sie kann bis zu Acht Meter³ pro Stunde fördern, wobei eine Flachwasserabsaugung von Zehn Millimeter möglich ist. Die maximale Förderhöhe (= maximaler Abstand zur Rückstauebene) beträgt Sechseinhalb Meter. Die Lösung für fäkalienhaltiges Wasser unterhalb der Rückstauebene heißt „ACO Muli-Star mono“. Die kompakte Bauweise ermöglicht sowohl die freie Aufstellung als auch die Montage in einem Pumpenschacht.
Sie sehen, ACO ist für alle Eventualitäten gerüstet. Beraten Sie Ihre Kunden über die Möglichkeiten für Rückstausicherungen!
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