Edelstahl – ein edler Werkstoff
Edelstahl ist im Trend: Grund hierfür ist zum einen die Korrosionsbeständigkeit und zum anderen die harte und hygienische Oberfläche. Nicht zu vernachlässigen ist der Designtrend, der immer mehr hin zu diesem schönen Werkstoff geht.
Trotzdem gibt es aber auch Unwissenheiten über diese Legierung, die sich durch ein spezielles Herstellungsverfahren auszeichnet. Edelstahl muss zum Beispiel nicht zwangsläufig rostfrei sein, obwohl diese Begriffsdeutung im täglichen Sprachgebrauch kursiert.
Edelstahl in der Abwassertechnik – verschieden Materialien zur Auswahl
Aus diesem Grund sind bei der Materialauswahl verschiedene Kriterien zu berücksichtigen. In der Abwassertechnik zum Beispiel, haben sich auf Grund ihrer Eigenschaften die beiden rostfreien Edelstähle mit der Werkstoffnummer 1.4301 und 1.4571 durchgesetzt. Während der Werkstoff 1.4301 zu den Chrom (Cr)-Nickel (Ni)-Stählen zählt (besteht aus 18 Prozent Cr und 10 Prozent Ni), gehört Edelstahl 1.4751 zu den „Chrom(Cr)-Nickel(Ni)-Molybdän(Mo)-Stählen. Bei letzterem verleihen die Legierungsbestandteile Molybdän (Mo, 2,5 Prozent) und Titan (Ti, 0,7 Prozent) dem Werkstoff eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit.
Beide Stähle weisen außerdem hohe Zugfestigkeit (mindestens 500 N/mm2) und sehr gute mechanische Eigenschaften auf. Vorteilhaft ist zudem die Einordnung beider Werkstoffe zur Baustoffklasse A1 (nicht brennbar) nach DIN 4102.
Edelstahl für Bodenabläufe und Rinnen
Für Abläufe und Rinnen in privaten Haushalten, in der Küchentechnik und für die Flächen- und Dachentwässerung wird meist der Werkstoff 1.4301 eingesetzt (z.B. ACO Variant-CR Bodenabläufe und Edelstahlrinnen). Bei höheren Beanspruchungen (Schwimmbäder, Fettabscheider aus Edelstahl – z.B. ACO Lipurex-Baureihe) kommt der Werkstoff 1.4571 zum Einsatz.
Diese beiden Werkstoffe sind gegen die auftretenden Beanspruchungen (beispielsweise Wasser, Dampf, Speisesäuren, schwache organische und anorganische Säuren) sehr gut beständig. Bei besonderen Anwendungsfällen und Beanspruchungen ist jedoch eine vorherige Eignungsprüfung erforderlich. Hier können Sie als Planer auf unsere ACO-Haustechnik-Außendienstmitarbeiter vertrauen, die für Sie gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen – damit Sie und Ihre Kunden zufrieden sind.
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