Krise und Wachstum: Das passt zusammen!
Laut der Studie kann in der SHK-Branche – auch bei leichten Umsatzrückgängen – eigentlich nicht von Wirtschaftskrise gesprochen werden. Die befragten 2300 Handwerksbetriebe haben auch nicht den Eindruck, dass es an Kaufkraft fehlt. Nur ein Drittel der Befragten sagten aus, in diesem Jahr die Wirtschaftskrise gespürt zu haben.
Ein wichtiger Wachstumsmotor – und das ist vor allem für Sie als Planer und Installateur wichtig zu wissen – sind weiterhin bodenebene Duschplätze und damit auch die Duschplatzentwässerung. Schon im vergangenen Jahr wuchs dieses Produktsegment stark und auch im schwierigen Jahr 2009 kann sich die Ablaufrinne als „Gewinnerin“ in der Krise sehen. Marktuntersuchungen belegen, dass sich dieser positive Konjunkturverlauf im kommenden Jahr fortsetzen dürfte.
Der Grund: Zahlen belegen, dass der Renovierungsbedarf und das Renovierungsverhalten der Deutschen weiterhin nach oben zeigt. Befragt wurden für eine Studie 1000 deutsche Haushalte und Wohnungseigentümer, die in den letzten 24 Monaten Badsanierungsarbeiten von mindestens 1000 Euro durchgeführt hatten.
Zusammenfassend lässt sich dabei sagen, dass das Badezimmer in deutschen Haushalten einen hohen Stellenwert hat. Deshalb wird auch im Bad viel renoviert. Auch das Thema seniorengerechtes Badezimmer wird immer mehr zum Grund, im Badezimmer zu modernisieren und zu renovieren. Zudem ist der Wunsch nach einem Luxusbad in der zahlungskräftigen Bevölkerungsgruppe von 18 bis 64 Jahre ein Argument für eine Renovierung. Nicht zu unterschätzen ist auch der noch lange nicht abgeebbte Wellness- und Fitness-Trend.
Eine höhere Investitionsbereitschaft – auch das ging aus der Studie hervor – tritt automatisch nach einer kompetenten Beratung ein. Die durchschnittlichen Renovierungskosten betrugen laut Studie rund 8.600 Euro. Bei Beauftragung eines Fachhandwerkers stieg die Summe auf gut 10.000 Euro. Bei den für die Branche besonders wichtigen Parametern „Komplettrenovierung mit Fachhandwerk“ investierten die Haus- bzw. Wohnungsbesitzer im Mittel knapp 13.000 Euro.
Befragt nach der kompetentesten Beratung haben die Kunden einen klaren Favoriten. 72,5 Prozent gaben hier den Fachhandwerker an, erst dann kommt der Handel.
Diesen Vertauensvorschuss sollten die Handwerker nutzen. Gerade die bodenebene Duschplatzgestaltung muss aktiv verkauft werden, wenn das Handwerk am wachstumsstarken Produkt „Ablaufrinne“ partizipieren möchte. Die bodenebende Dusche muss als „Kernkompetenz des Fachhandwerks in den Mittelpunkt rücken“, so das Resümee der Herausgeber der Studie.
Mit der Ablaufrinne punktet übrigens auch die Duschabtrennung. Beide Produkte sind aber auch mit einer kompetenten Beratung verbunden. Die Vereinigung Deutsche Saniätrwirtschaft (VDS) fordert eine ganzheitliche Beratung, es gehe um mehr als nur um das reine technische Fachwissen. Freilich gehe das nicht ohne eine intensive Zusammenarbeit und Betreuung des Handwerks durch den Großhandel und durch die Industrie, um gemeinsam an Service- und Vermarktungslösungen zu arbeiten.
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