ACO Haustechnik

6. Installation von Rückstauverschlüssen


Was sind die wichtigsten Punkte, die beim Installationsort zu berücksichtigen sind?

Zugänglichkeit

Es ist grundsätzlich bei der Planung zu berücksichtigen, dass der Raum für die Installation des Rückstauverschlusses gut zugänglich ist und der Rückstauverschluss nach der Montage jederzeit für Wartungs- und Inspektionsarbeiten bedienbar bleibt. Dieser Aspekt ist vor allem wichtig, falls die Montage des Rückstauverschlusses vertieft in einem Kellerschacht erfolgen soll.

Anschluss an das Rohrleitungssystem

Rückstauverschlüsse schotten die Rohrleitung bei Rückstau sowohl gegen rückstauendes Wasser als auch gegen abfließendes Abwasser ab. Sind, wie bei diesem fehlerhaften Einbau, Ablaufstellen oberhalb der Rückstauebene über einen Rückstauverschluss mit der Kanalisation verbunden. So kann folgendes Szenario auftreten.

Tritt in der Kanalisation Rückstau (1) auf, so erfolgt ein Verschluss der Rohrleitung durch den Rückstauverschluss (2).

Wird nun über Entwässerungsgegenstände, die sich oberhalb der Rückstauebene befinden (3), Abwasser in das Rohrsystem geleitet, so kann dieses nicht mehr ablaufen und staut sich in der Rohrleitung.

Als Folge kann dieses Abwasser nun über die Öffnungen der sich im Keller befindlichen Entwässerungsgegenstände austreten (4).

Daher sind Entwässerungsgegenstände, die sich oberhalb der Rückstauebene befinden (1), stets über separate Rohrleitungssysteme (2) anzuschließen. Diese Rohrleitungssysteme müssen in Fließrichtung stets nach dem Rückstauverschluss (3) an die Kanalisation angeschlossen werden.

Fallrohre mit Regenwasser (4) sind ebenfalls so an die Rohleitung anzuschließen, dass sie in Fließrichtung nicht über eine Rückstausicherung (3) geführt werden.


Installation von Kellerabläufen mit Rückstauverschlüssen

Grundsätzlicher Einbau

Die Kellerabläufe DN 100 verfügen über einen Ablaufstutzen DN 100. Dieser kann bauseits mit einer passenden Rohrleitung und einer Anschlussmuffe verbunden werden.

Der Einbau von Kellerabläufen kann auf verschiedene Arten erfolgen:

a) Vor dem Gießen der Bodenplatte wird der Kellerablauf an die Rohrleitung angeschlossen. Dabei ist der spätere Gesamtbodenaufbau zu berücksichtigen. Nach dem Gießen der Bodenplatte wird der Kellerablauf in eine vorbereitete Aussparung eingesetzt, an die Rohrleitung angeschlossen und dann die Aussparung vergossen.

b) Im Sanierungsfall wird ein vorhandener Kellerablauf durch einen Kellerablauf mit Rückstauverschluss ersetzt. Es ist dabei darauf zu achten, dass ein dichter Anschluss an die vorhandene Rohrleitung hergestellt werden kann.

Das Aufsatzstück des Kellerablaufs lässt sich drehen und die Position des Rosts somit an das Fliesenraster anpassen.

Anbringung eines seitlichen Zulaufs

Bei Bedarf lässt sich bauseits ein Zulauf DN 50 zum Anschluss von Duschen/Waschmaschinen/Waschbecken anbringen. Mit einer Lochsäge wird an einer vorgegebenen Fläche der Anschlussdurchmesser hergestellt.

Anschließend kann der Zulaufstutzen über die zweiteilige Verschraubung mit dem Ablaufkörper verbunden.


Installation von Rückstauverschlüssen für fäkalienfreies Abwasser in durchgehenden Rohrleitungen

Grundsätzlicher Einbau

Die Rückstauverschlüsse Triplex verfügen zulaufseitig über einen Muffe und ablaufseitig über ein Spitzende.

Die bauseits anzuschließende Rohrleitung muss daher zulaufseitig ein Spitzende (a) und ablaufseitig eine Muffe (b) aufweisen.

Falls ablaufseitig keine Muffe vorhanden ist, so kann in diesem Fall die Verbindung auch über eine Doppelmuffe erfolgen.

Abhängig von der gewählten Nennweite des Triplex Rückstauverschlusses weisen diese unterschiedliche Gefällesprünge auf:

Nennweite DN 50 DN 70 DN 100 DN 125 DN 150
Gefällesprung (X) 6 mm 6 mm 8 mm 10 mm 10 mm

Es ist zwingend darauf zu achten, dass die Montage in einer bestehenden Rohrleitung ohne Gegengefälle durchgeführt werden kann. Ansonsten können Ablagerungen entstehen, die zu Undichtheiten der Klappenverschlüsse im Rückstaufall führen können.


Installation von Rückstauverschlüssen für fäkalienhaltiges Abwasser in durchgehenden Rohrleitungen

Grundsätzlicher Einbau in freiliegenden Rohrleitungen

Die Rückstauverschlüsse Quatrix-K verfügen zulauf- und ablaufseitig jeweils über ein Spitzende.

Die bauseits anzuschließende Rohrleitung muss daher zulaufseitig mit einer Doppelmuffe (a) und ablaufseitig mit eine Rohrmuffe (b) an die Rohrleitung angeschlossen werden.

Falls ablaufseitig keine Muffe vorhanden ist, so kann in diesem Fall die Verbindung ebenfalls über eine Doppelmuffe erfolgen.

Grundsätzlicher Einbau in Rohrleitungen unterhalb der Bodenplatte (Rückstauautomat mit Schachtsystem)

Das anzuschließende Rohrleitungssystem muss unterhalb der Betonplatte liegen.

Die Rückstauverschlüsse Quatrix-K verfügen zulauf- und ablaufseitig jeweils über ein Spitzende.

Die bauseits anzuschließende Rohrleitung muss daher zulaufseitig mit einer Doppelmuffe (a) und ablaufseitig mit eine Rohrmuffe (b) an die Rohrleitung angeschlossen werden.

Falls ablaufseitig keine Muffe vorhanden ist, so kann in diesem Fall die Verbindung ebenfalls über eine Doppelmuffe erfolgen.

Gefällesprung zwischen Zu- und Ablauf

Der Gefällesprung zwischen Rohrachse Zulauf und Rohrachse Ablauf beträgt 12 mm.

Es ist zwingend darauf zu achten, dass die Montage in einer bestehenden Rohrleitung ohne Gegengefälle durchgeführt werden kann. Ansonsten können Ablagerungen entstehen, die zu Undichtheiten der Klappenverschlüsse im Rückstaufall führen können.

Durch das höhenverstellbare Aufsatzstück kann bauseits eine flexible Anpassung an den bauseitigen Bodenaufbau vorgenommen werden.

Einbau unterhalb der Rohrleitung in der Bodenplatte mit hohen Grundwasserständen

Falls sich die Rohrleitung unterhalt einer wasserundurchlässigen Betonschicht befindet, so kann Rückstauautomat Quatrix-K mit Schachtsystem optional mit einem Abdichtungsflansch ausgerüstet werden. Durch die Verwendung des Abdichtungsflansches wird gewährleistet, dass kein Grundwasser durch den Grundkörper zur Oberfläche der Bodenplatte aufsteigen kann.

Es ist dabei folgendes zu beachten:

  • Der Abdichtungsflansch muss mindestens 150 mm von allen Seiten mit Beton umgeben sein.
  • Die Betonschicht über und unter dem Abdichtungsflansch muss mindestens 50 mm betragen.

Installation des Schaltgerätes zur Steuerung des Rückstauautomaten

Nach der Montage des Elektromotors sind das zugehörige Motor- und Sensorkabel spannungsfrei, ohne Knicke oder Quetschungen zum Steuergerät zu verlegen. Der Biegeradius des Sensorkabels muss mindestens 75 mm betragen. Veränderungen an den Kabeln und Steckern sind nicht zulässig. Sind längerer Kabel erforderlich, ist ausschließlich das ACO Kabelverlängerungsset zu verwenden.


Zusammenfassung

  • Rohrleitungen mit Entwässerungsgegenständen, die oberhalb der Rückstauebene montiert wurden, dürfen nicht an Rückstauverschlüsse angeschlossen werden. Ansonsten kann dies zur Überflutung mit häuslichem Abwasser im Rückstaufall führen. Das gleiche gilt für Regenwasserfallleitungen von Dächern.
  • Kellerabläufe mit Rückstauverschlüssen können bauseits mit Zulaufstutzen DN 50 versehen werden. Hierrüber können weitere Entwässerungsgegenstände angeschlossen werden, die sich unterhalb der Rückstauebene im Keller befinden.
  • Rücktauverschlüsse sind über Muffen/Spitzenden bzw. Doppelmuffen an Rohrleitungssysteme anzuschließen. Bei Sanierungen ist darauf zu achten, dass bei der Montage kein Gegengefälle im Rückstauverschluss erzeugt wird.
  • Die Verkabelung der Rückstauautomaten für fäkalienhaltiges Abwasser zwischen Motor und Steuergerät ist spannungsfrei, ohne Knicke oder Quetschungen herzustellen. Zur Kabelverlängerung sind nur entsprechende Sets von ACO zu verwenden.
  • Der Rückstauautomat Quatrix-K mit Schachtsystem kann mit einem Abdichtungsflansch ausgerüstet werden. Dieser schützt den Bodenaufbau gegen aufsteigendes Grundwasser.

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