ACO Haustechnik

7. Wartung von Rückstauverschlüssen


Wartung von Kellerabläufen mit Rückstauverschlüssen

Die Kellerabläufe mit Rückstausicherungen sind gemäß DIN EN 13564-1 einmal im Monat vom Betreiber bzw. von einem Sachkundigen in Augenschein zu nehmen, der Notverschluss ist dabei zu betätigen.

Der Rückstauverschluss des Kellerablaufs ist durch einen Sachkundigen halbjährlich zu warten. Als sachkundig gelten dabei Personen des Betreibers oder beauftragter Dritter, die aufgrund ihrer Ausbildung, ihrer Kenntnisse und ihrer durch praktische Tätigkeit gewonnen Erfahrungen sicherstellen, dass sie Bewertungen oder Prüfungen im jeweiligen Sachgebiet sachgerecht durchführen können.

Dabei wird der Rückstaueinsatz gesäubert, die Gängigkeit des Rückstaueinsatzes geprüft und gegebenenfalls defekte Dichtungen ausgetauscht. Eine Funktionsprüfung nach DIN EN 1356-2 mit einem Prüfrohr ist durchzuführen.

Funktionsprüfung des ACO Junior Rückstaueinsatzes. Vor dem Test muss die Klappe von Hand verriegelt werden (linkes Bild).

Bei diesem Test wird das Prüfrohr mit Klarwasser gefüllt, bis eine Wassersäule von 100 mm erreicht ist. Anschließend wird die Wassersäule 10 Minuten beobachtet. Falls in dieser Zeit die Wassersäule fällt, muss dies durch Nachfüllung wieder auf 100 mm gebracht werden.

Sollten während dieser zehn Minuten mehr als 500 ml Wasser nachgefüllt werden müssen um das Höhenniveau halten zu können, so ist die Rückstaueinheit zu reinigen. Häufig sind grobe Ablagerungen die Ursache. Anschließend ist die Prüfung zu wiederholen. Sollte die Wiederholungsprüfung nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben, ist die Rückstaueinheit zu tauschen.


Wartung von Rückstauverschlüssen für durchgehende Rohrleitung mit fäkalienfreiem Abwasser

Bei Rückstauverschlüssen für durchgehende Rohrleitungen mit fäkalienfreiem Abwasser erfolgt die Wartung wie sie im vorigen Punkt für Kellerabläufe beschrieben wurde.

Funktionsprüfung des ACO Junior Rückstaueinsatzes. Vor dem Test muss die Klappe von Hand verriegelt werden (Abbildung ganz links Bild).

Die Rückstauverschlüsse sind also einmal monatlich von einem Sachkundigem in Augenschein zu nehmen, wobei der eventuell vorhandene Notverschluss betätigt werden muss.

Die Wartung muss mindestens zweimal im Jahr durch einen Sachkundigen vorgenommen werden.

Dazu ist in einem ersten Schritt der Deckel des Rückstauverschlusses zu lösen. Anschließen können die Klappen aus dem Rückstauverschluss herausgenommen und überprüft werden. Der Grundkörper wird vor dem Wiedereinsetzten der Klappen durchgespült. Anschließend ist der Deckel wieder auf den Grundkörper zu montieren.

Die Durchführung der Dichtheitsprüfung nach DIN EN 13564-2 erfolgt nach ähnlichen Schritten wie bei den Kellerabläufen mit Rückstauverschluss. Mit dem Prüftrichter wird ein Rückstau simuliert. Damit wird die Dichtigkeit und Funktion der selbsttätigen Verschlussklappe geprüft.

Der Rückstauverschluss gilt als ausreichend dicht, wenn innerhalb von 10 Minuten weniger als 500 ml Wasser in den Prüftrichter nachgefüllt werden müssen.

Ist dies nicht der Fall, so sind die Klappen und der Grundkörper nochmals sorgfältig zu reinigen.

Häufig sind grobe Ablagerungen die Ursache. Anschließend ist die Prüfung zu wiederholen.

Sollte diese erneut nicht bestanden werden, so sind eventuell defekte Klappen auszutauschen.


Wartung von Rückstauautomaten für durchgehende Rohrleitung mit fäkalienhaltigem Abwasser

Rückstauautomaten für fäkalienhaltiges Abwasser Typ 3 nach DIN EN 13564-1 sind ebenfalls monatlich vom Betreiber in Augenschein zu nehmen, wobei der Notverschluss zu betätigen ist.

Allerdings ist die halbjährlich durchzuführende Wartung von einem Fachkundigen durchzuführen. Als fachkundig gelten Mitarbeiter betreiberunabhängiger Betriebe, Sachverständige oder sonstige Institutionen, die nachweislich über die erforderlichen Fachkenntnisse für den Betrieb, die Wartung und die Überprüfungen der betreffenden Entwässerungsanlagen verfügen.

Bei diesen Wartungsarbeiten sind die folgenden, schriftlich zu dokumentierende Tätigkeiten durchzuführen:

  • Demontage der Einbauteile
  • Säuberung des Grundkörpers und der Klappentechnik
  • Erneute Montage der Einbauteile
  • Durchführung der Dichtheitsprüfung
  • Manuelle Prüfung der Messtechnik für die Rückstauerkennung
  • Manuelle Betätigung des automatischen Betriebsverschlusses über die dafür vorgesehene Taste

Auswahl an Tätigkeiten, die bei der Wartung eines Rückstauautomaten durchzuführen sind: Reinigung, Dichtheitsprüfung, Feststellung der Funktionsfähigkeit des automatischen Verschlusses

Sollten bei diesen Arbeiten Beschädigungen an Funktionsteilen festgestellt werden, so sind diese durch Originalersatzteile von ACO Haustechnik zu ersetzen.


Zusammenfassung

  1. Rückstauverschlüsse für fäkalienfreies Abwasser sind halbjährlich durch Sachkundige zu warten. Dabei sind Einbauteile zu reinigen, eine Dichtheitsprüfung durchzuführen und defekte Teile zu ersetzen.
  2. Die Betreiber von Rückstauverschlüssen für fäkalienfreies Abwasser müssen diese monatlich in Augenschein nehmen.
  3. Rückstauautomaten für fäkalienhaltiges Abwasser sind halbjährlich durch Fachkundige zu warten. Dabei sind Einbauteile zu reinigen, eine Dichtheitsprüfung durchzuführen, die Funktionsfähigkeit des automatischen Verschlusses zu prüfen und defekte Teile auszutauschen.
  4. Rückstauautomaten für fäkalienhaltiges Abwasser sind monatlich vom Betreibe in Augenschein zu nehmen.

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